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SPD Horhausen

19.11.2018 in Aktuell

Wasser- und Abwasserpreise in der VG Flammersfeld stabil

 

Wasser- und Abwasserentgelte bleiben 2019 stabil

In einem Empfehlungsbeschluss hat der Bau- und Werkausschuss der Verbandsgemeinde Flammersfeld dem Verbandsgemeinderat einstimmig empfohlen, die Entgelte für Wasser und Abwasser in 2019 gegenüber 2018 unverändert zu belassen. So blieben - trotz erhöhter Wassereinkaufspreise - die Gebühren weiter seit Jahren stabil. Ab 2020 ist dann die neue Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld für die Gebührengestaltung zuständig.

 

18.11.2018 in Aktuell

SPD Kommunalpolitiker besuchen DRK Wohnheim in Altenkirchen

 

„Wahrnehmen, Ernstnehmen, Annehmen“

SPD – Kommunalpolitiker besuchten DRK Wohnheim in Altenkirchen

Wahrnehmen, Ernstnehmen, Annehmen – das sind die Grundsätze, die im DRK Seniorenzentrum in Altenkirchen gelebt werden. Andreas Artelt, Leiter des Hauses beschrieb den Besuchern die verschiedenen Einrichtungen, die der DRK Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. in Altenkirchen anbietet.

Seit 2009 gibt es in Altenkirchen das Seniorenzentrum im Leuzbacher Weg und im Laufe der Jahre kamen das Haus im Lindenweg mit 14, das Haus in der Wiedstraße mit 22 sogenannten Service-Wohnungen und die „Buche“ im Ärztehaus, eine Tagespflege mit 15 Plätzen, hinzu. Vom behindertengerechten Wohnen bis zur vollstationären Pflege ist in Altenkirchen alles möglich.

Heijo Höfer, MdL und Stadtbürgermeister von Altenkirchen und die SPD Mitglieder aus Kreistag, Stadtrat Altenkirchen sowie den Verbandsgemeinderäten aus Altenkirchen und Flammersfeld interessierten sich besonders für die Situation im DRK Seniorenzentrum hinsichtlich der Zukunft im ärztlichen und pflegerischen Bereich. „Natürlich fragen wir uns, wer in Zukunft unsere Bewohner versorgt“, so Artelt. „Wir bilden selbst aus – sechs Auszubildende in der Pflege, einer in der Hauswirtschaft und einer in der Verwaltung.“ Auf Nachfrage von Rüdiger Trepper, Beigeordneter der Stadt Altenkirchen, ob es denn genügend Interessenten für die Ausbildungsplätze gebe, antwortete Artelt: „Bis jetzt haben wir genügend Anfragen.“ Aber ob dies so bleibe, konnte er nicht voraussagen.

 Schlechter sei die Situation hinsichtlich der ärztlichen Betreuung. Die Hausärzte in der Umgebung würden immer älter und Nachwuchs sei selten in Sicht. „Der Kreis geht hier schon neue Wege“, so Höfer.“ Mit der Einrichtung einer medizinischen Abteilung an der Universität Siegen und weiteren Projekten versucht man den Ärztemangel auf dem Land zu beheben.“ „Auch in der Verbandsgemeinde Altenkirchen gibt es Gespräche, die sich mit diesem Thema befassen“, berichtete Rainer Düngen, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenkirchen.

Tanja Ramseger, stellvertretende Vorsitzende des SPD Ortsvereins Altenkirchen wollte wissen, ob im Haus auch ausländische Arbeitskräfte eingesetzt werden, speziell Flüchtlinge. „Wir haben es schon seit Längerem versucht und haben auch derzeit noch einen Flüchtling aus Syrien“, antwortete Artelt. Aber abgesehen von den Sprachhindernissen gibt es natürlich auch viele kulturelle und religiöse Unterschiede, welche zu berücksichtigen sind. Vor allem aber haben die jungen Leute oft Heimweh und verlassen uns nach einiger Zeit dann wieder.

Artelt berichtete seinen Gästen, dass geplant ist, dass die Einrichtung „Die Buche“ aus dem Ärztehaus in ein neu zu bauendes Gebäude umziehen zu lassen. Das DRK plant einen Neubau an der Wiedstraße. Wenn alle Gespräche positiv verlaufen, könnte schon 2019 der Spatenstich erfolgen. Steigende Altersdemenz in der Bevölkerung erfordert mehr Plätze in der Tagespflege, um die meist privat Pflegenden zu entlasten. Frau Liliane Jirsak, Leitung des Sozialdienstes des Seniorenzentrum wies darauf hin, dass es im gesamten Umfeld wissentlich keine Tagespflegen für jüngere Erwachsene gibt. Diese aber notwendig sei, da das Klientel einfach andere Ansprüche, andere Wünsche im Tagesablauf habe. Höfer versprach, die Anregung mit nach Mainz zu nehmen.

Matthias Gibhardt, Stadtratsmitglied, interessierte sich für die Anbindung des Seniorenzentrums an die Stadt. „Haben die Bewohner die Möglichkeit am städtischen Leben teilzunehmen?“ Dies konnte Artelt bejahen. Das DRK hat einen Fahrdienst mit drei Fahrzeugen. „Wir waren gerade mit einigen Bewohnern auf dem Simon-Juda-Markt“, erzählte Frau Jirsak.

Zum Schluss fragte Anka Seelbach, Kreistagsmitglied, nach konkreten Wünschen an die Politik. Artelt sagte, dass Geld nicht immer im Vordergrund stehen würde, auch wenn eine bessere Bezahlung unbedingt notwendig sei. Die Mitarbeiter wünschten sich einfach eine bessere personelle Ausstattung. Diese müsse nicht unbedingt nur in der Pflege sein, sondern auch in den Bereichen, die die Pflege unterstützen, wie der Sozialdienst und in der Hauswirtschaft und dass auch hier die Bemessungsgrenzen beim Personal erhöht werden sollten. Außerdem möchte er eine Aufwertung der Altenpflege und einen Vertreter in allen höheren Gremien.

Das Thema „Service-Wohnen“ ist derzeit auch in aktueller Diskussion in der Verbandsgemeinde Flammersfeld. Die Lebenshilfe Steckenstein baut bereits am Standort Flammersfeld ein neues Wohnheim mit 12 entsprechenden Wohnplätzen. Die SPD in Horhausen bemüht sich seit geraumer Zeit intensiv um moderne, altersgerechte Projekte und Angebote. Zurzeit laufen erfolgversprechende Verhandlungen mit dem DRK zur Errichtung von Service-Wohneinheiten auf einem gemeindeeigenen Grundstück in Horhausen.

 

 

11.11.2018 in Aktuell

SPD besucht Firma Bellersheim

 
Genossen zu Besuch bei der Firma Bellersheim in Neitersen

SPD besucht Firma Bellersheim in Neitersen

Heijo Höfer, MdL und Mitglieder der Stadt- und Verbandsgemeinderäte aus Flammersfeld und Altenkirchen trafen sich bei der Bellersheim Unternehmensgruppe in Neitersen zum allgemeinen Gedankenaustausch.

Das Familienunternehmen, gegründet 1884, wird heute in der 5. Generation fortgeführt. Was als Handel für Düngemittel, Brenn- und Baustoffe begann, ist heute eine Unternehmensgruppe mit fünf Geschäftsbereichen – Abfallwirtschaft, Energie, Logistik, Schmierstoffe und Tankstellen.

Die Zentralen der Firma sind in Neitersen und Boden (Westerwaldkreis), sowie eine Niederlassung in Haiger mit insgesamt mehr als 350 Angestellten.

Die Sortieranlage in Boden wurde 1993 in Betrieb genommen. Hier kümmert man sich um alles, was mit Abfall zu tun hat. „Die Abfallwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sehr verändert“, sagte Ulf Bellersheim. „Recycling ist heute eine Selbstverständlichkeit“. In Boden werden aber nicht nur die Wertstoffe sortiert, sondern auch gefährliche Abfälle entsorgt, Altmetall gesammelt und Bioabfall technisch anspruchsvoll vergoren. Hier werden auch professionell und sicher Daten vernichtet. „Gerade in der heutigen Zeit des Datenmissbrauchs ist das sehr wichtig“, meinte Höfer. Die Abfallwirtschaft braucht, um die vielfältigen Aufgaben zu erledigen, hoch qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wie Diplom-Chemiker, Entsorgungsfachkräfte und speziell geschulte Kraftfahrer.

Auf Nachfrage von Heijo Höfer erklärte Thomas Bellersheim, dass der Fachkräftemangel in allen Unternehmensbereichen zu spüren sei. Insbesondere im Bereich der Berufskraftfahrer habe sich die Situation, auch auf Grund der steigenden Anforderungen, massiv verschärft. Bedingt durch die Verkehrssituation auf den Autobahnen stehen sie unter Stress und großer mentaler Belastung. Die LKWs im überregionalen- und Fernverkehr erreichen durchschnittlich 120 bis 180 000 km im Jahr. Der Fuhrpark umfasst rund 90 LKW und ist hinsichtlich Sicherheits- und Umweltstandards und Fahrerkomfort auf dem neuesten Stand. „Aber es ist schwer, geeignete Fahrer zu finden“, bedauerte Thomas Bellersheim.

Dabei bildet das Unternehmen selbst aus – zurzeit 17 Auszubildende, darunter auch duale Studentinnen und Studenten der Betriebswirtschaftslehre. Simone Bellersheim berichtete, dass Sie sich persönlich um die Auszubildenden kümmere. Sie stellte dabei fest, dass es den jungen Leuten oft an sozialen Kompetenzen und an Allgemeinbildung mangelt. Auch ist es so, dass nach der Ausbildung und etwa 2 bis 3 Jahre im Betrieb, sie oft in die Ballungszentren abwanderten. Sie wünschte sich, dass politisch Anreize geschaffen würden, die jungen Leute in der Region zu halten.

Hervorzuheben ist das gemeinnützige Engagement der „Bellersheims“. So unterstützen sie in der Verbandsgemeinde Altenkirchen unter anderem das Tennisturnier „AK Ladies Open“ und das Haus Felsenkeller. Seit über 3 Jahren arbeitet die Familie mit der Rainer Meutsch Stiftung „Fly & Help“ zusammen, die Schulen in Afrika baut.

Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der Vielfältigkeit der Unternehmensgruppe. „Es ist schon erstaunlich, was sich hinter der sauber aufgereihten roten und weißen Fahrzeugflotte verbirgt“.

 

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