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08.02.2019 in Aktuell

Papier ist nicht gleich Papier - die SPD zu Gast in Almersbach

 

Papier ist nicht gleich Papier -
SPD besuchte Papierfabrik Interface Solutions Holding GmbH in Almersbach

SPD Mitglieder des Kreistages, des Stadtrates Altenkirchen sowie der Verbandsgemeinderäte in Altenkirchen und Flammersfeld waren zu Gast bei der Firma Interface Solutions Holding GmbH in Almersbach bei Altenkirchen. Der Besuch erfolgte zu einem besonderen Zeitpunkt, da die Fabrik erst vor kurzem vom Unternehmen Lydall übernommen worden ist. Lydall ist ein börsendotiertes Unternehmen mit Sitz in Manchester, Connecticut (USA).

Stefan Hopster, Werkleiter und der Fachleiter für Technik, Sicherheit und Umweltschutz und Rolf Schumacher stellten den Besuchern die Produkte vor, die in Almersbach hergestellt werden. Dabei stellte sich heraus, dass Papier nicht gleich Papier ist. In Almersbach werden neben verschiedener Papiere auch fast unbrennbare Dämmstoffe für Autos produziert sowie sog. Kalanderwalzen. Kalanderwalzen sind äußerst präzise geschliffene glatte Walzen, die bei der Papierherstellung geringste Dickentoleranzen ermöglichen.

Bei einer Führung über das Werksgelände besichtigten die Sozialdemokraten die verschiedenen Hallen, vom Lumpenschuppen bis hin zum Maschinenhaus. Stadtbürgermeister-Kandidat Matthias Gibhardt fragte, ob immer noch getragene Kleidung für die Papierherstellung gesammelt und geschreddert werde. Hopster erklärte, dass dies früher gemacht worden sei. Heute werden nur noch Garne und Restabschnitte, meist aus Jeansstoff, verwendet. Hauptbezugsländer dafür sind die Türkei, Indien und Pakistan. Daniela Hillmer-Spahr, Fraktionssprecherin im Stadtrat, sorgte sich, ob diese Stoffe nicht zu sehr chemisch belastet seien. Dem entgegnete Hopster, dass der Kauf über eine Händlerplattform erfolge, die für Sicherheit sorge und den Grundlagen der Forderungen der Din ISO 9001 und 14001 entspräche.

Zur Papierherstellung wird sehr viel Wasser benötigt. Rüdiger Trepper, Beigeordneter der Stadt Altenkirchen, wollte wissen, ob die lange Trockenheit im Sommer und Herbst 2018 Auswirkungen auf die Produktion hatte. „Das Wasser war nur an einem Tag knapp. Wir mussten die Maschinen aber nicht abstellen“, gab Hopster zur Auskunft.

„Spielt bei Ihnen der Fachkräftemangel auch eine Rolle?“ Dies musste Hopster leider bestätigen. Der Fachkräftemangel sei ein Problem. Oft müsse man auf Leasingpersonal zurückgreifen, was allerdings auch immer schwieriger werde. Daher habe man ab diesem Jahr ein Ausbildungsprogramm erstellt. Der Beruf des Papiermachers sei vielen nicht bekannt. Hopster empfahl den Jugendlichen, dass sie in die Betriebe gehen sollten, so oft sie könnten. Auch wünschte er sich mehr Programme zur Förderung von Integration.

„Papiermachen hat Zukunft“, beteuerten Hopster und Schumacher unisono. Papier ist ein uralter Rohstoff, der auch im digitalen Zeitalter mit Sicherheit seine Bedeutung und seinen Nutzen behaupten wird. Demgemäß ist Altpapier übrigens einer der begehrtesten und weltweit gehandelten Ausgangsstoffe für die Papierindustrie. Und nicht zuletzt ist die Wiederverwertung von Altpapier die gängigste, bekannteste und mit die älteste Art des Recyclings und Beitragsspender zur Schonung natürlicher Ressourcen.

 

01.01.2019 in Aktuell

SPD besuchte Firma TREIF in Oberlahr

 

SPD besuchte Firma TREIF Maschinenbau GmbH in Oberlahr

MdL Heijo Höfer, Mitglieder des Verbandsgemeinderates Flammersfeld und Mitglieder des Stadt- und des Verbandsgemeinderates Altenkirchen besuchten jetzt das Unternehmen „TREIF“ in Oberlahr.

Das Unternehmen, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1948 zurückgehen, ist heute führend in Sachen Hightech – Lebensmittelschneidtechnologie. Der Name TREIF ist gebildet aus Teilen des Namens des Firmengründers Toni Reifenhäuser aus Oberlahr. Im Mai des Jahres feierte das Unternehmen das 70jährige Bestehen.

Begonnen hatte alles mit einer Knochensäge in einer Scheune in Burglahr. Uwe Reifenhäuser, Sohn des Firmengründers und seit 1989 Geschäftsführer, passte in der Folgezeit die Vertriebsstruktur den Marktverhältnissen an. Es entstanden die vier heutigen Abteilungen DICING (Würfeln, Streifenschneiden, Raspeln), PORTION CUTTING (präzises Scheibenschneiden),  SLICING (Schneiden und exaktes Legen dünner Scheiben) und BREAD CUTTING (Brotschneidemaschinen).

Seit 2016 gehört die Firma TREIF Maschinenbau GmbH zu der Gruppe mittelständischer Unternehmen, die in Nischen-Marktsegmenten Europa- oder Weltmarktführer sind. „Es ist schön zu sehen, dass auch in einem kleinen Ort wie Oberlahr ein „Hidden Champion“ beheimatet ist“, bemerkte Heijo Höfer. Das Unternehmen wurde in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet für Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienz.

In Oberlahr sind ca. 380 Angestellte beschäftigt und in den weltweiten Niederlassungen arbeiten noch einmal ca. 120 Personen. Gerade in der Entwicklung, der Produktion und dem Service sind Fachkräfte gefordert. Um dem auch hier drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen, arbeitet TREIF eng mit Hochschulen wie zum Beispiel Koblenz zusammen, denn die Förderung von Nachwuchs ist ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens.

Der Bezug zur Heimat ist der Unternehmensleitung sehr wichtig. Auch und gerade deswegen wurde 2016 auf 4.000 qm das neue Customer Center errichtet. TREIF ist Schulpate der IGS Horhausen, unterstützt die Tafel in Altenkirchen und sponsert unter anderem die „Leistungsgemeinschaft Flammersfeld e.V.“. „Dass die Firma TREIF eng mit der Region verbunden ist, sieht man zum Beispiel daran, dass einige Angestellte sich bei der örtlichen Feuerwehr engagieren“, fügte Horst Klein, stellvertretender Fraktionssprecher im Verbandsgemeinderat hinzu.

Anka Seelbach, Vorsitzende des SPD Ortsvereins Altenkirchen-Weyerbusch dankte der Firma TREIF für die ausführliche Vorstellung des Unternehmens. „Es ist erfreulich zu sehen, dass es hier ein Unternehmen gibt, dass den weltweiten, modernsten Anforderungen entspricht, für das aber gleichzeitig gilt: In der Region – Für die Region.“

 

10.12.2018 in Aktuell

Sozialdemokraten besuchen Rettungswache in Altenkirchen

 
SPD`ler und Verantwortliche des DRK vor der Rettungwache in Altenkirchen

Sozialdemokraten besuchen Rettungswache in Altenkirchen

Mitglieder der SPD Fraktionen im Verbandsgemeinderat Flammersfeld, im Verbandsgemeinde- und Stadtrat Altenkirchen sowie Stadtbürgermeister Heijo Höfer, MdL besuchten zum Informationsaustausch über den örtlichen Rettungsdienst die Rettungswache in Altenkirchen.

Kreisweit unterhält der DRK-Kreisverband fünf Rettungswachen in den Orten Kirchen, Altenkirchen, Wissen, Daaden und Horhausen. Die Wachen haben 17 Fahrzeuge im Einsatz und es werden im Jahr ca. 24.500 Einsätze gefahren. „Mit dieser Aufteilung können wir die 15minütige Hilfeleistungsfrist zwischen Alarmierung durch die Leitstelle in Montabaur und Eintreffen eines Rettungsmittels am Notfallort einhalten“, erklärte Alfons Lang, Kreisgeschäftsführer des DRK Kreisverbandes Altenkirchen.

„Gibt es denn noch genügend Auszubildende für den Rettungsdienst“, interessierte sich Heijo Höfer. Der DRK-Kreisverband beschäftigt im Rettungsdienst ca. 100 Mitarbeiter. Diese besitzen eine fundierte Ausbildung, um Patienten während der Fahrt fachgerecht zu versorgen. Rettungssanitäter sind vorwiegend im Krankentransport eingesetzt. Bis 2014 gab es den Beruf des Rettungsassistenten, der mit einer zweijährigen Ausbildung die höchstmögliche Berufsausbildung im Rettungsdienst darstellte. Dieser wurde 2014 von dem neuen Ausbildungsberuf des Notfallsanitäters (3 Jahre Ausbildung) abgelöst. 12 junge Menschen erlernen diesen Beruf an den 3 Lehrrettungswachen im Landkreis. Insgesamt 17 Personen absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Rettungsdienst, nachdem sie eine mehrmonatige Ausbildung zum Rettungssanitäter hinter sich gebracht haben. „Wir haben keine Probleme qualifizierte Auszubildende zu bekommen. Die Nachfrage ist sogar größer, als wir Ausbildungs-Planstellen zur Verfügung stellen können“, berichtete Lang.

Ab 2019 wird die wöchentliche Arbeitszeit im Rettungsdienst/Krankentransport von 46 auf 45 Stunden reduziert. Lang sieht hier schon Probleme genügend Personal zu bekommen. Daniela Hillmer-Spahr, Fraktionssprecherin im Stadtrat Altenkirchen fragte, wie es denn mit der Besetzung des ärztlichen Notdienstes bestellt sei. Hier erklärt der ärztliche Leiter der Rettungswache Altenkirchen und Kreisbereitschaftsarzt, Dr. Thomas Pfeifer, dass tagsüber das DRK Krankenhaus zuständig sei, einen Notarzt für den Rettungsdienst einzuteilen. Bei Ärzte-Engpass innerhalb des Krankenhausbetriebes könne es öfter vorkommen, dass für den Rettungsdienst kein Notarzt zur Verfügung gestellt werden kann. Häufiger wird daher auf Honorarärzte zurückgegriffen.

Rainer Düngen, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenkirchen, erkundigte sich, ob die Rettungsdienstpersonal auch missbräuchlich gerufen oder sogar angegriffen würde. „Natürlich sind einige Einsätze vermeidbar“, stellte Lang fest. „Dies geschieht aber oft aus Unwissenheit und Angst. Das DRK hat eine Beförderungspflicht. Ein noch besser ausgebauter hausärztlicher Notdienst könnte sowohl Krankenhaus als auch Rettungsdienst entlasten. Die Rufnummern des Hausärztlichen Notdienstes 116 und 117 sind in der Bevölkerung weitgehend unbekannt.“ Persönliche Angriffe auf Helfer während eines Rettungseinsatzes seien relativ selten. Probleme gäbe es hin und wieder mit Gaffern und uneinsichtigen Schaulustigen. Aber insgesamt genieße das Rettungsdienstpersonal eine hohe Anerkennung in der Bevölkerung.

Eine Chance zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Zukunft sehen die Rettungsdienstler im Ausbau der Digitalisierung und der Telemedizin. Die Stadt Aachen beschäftigt einen Telenotarzt. Kürzere Wege und weniger Zeitaufwand können so helfen, noch mehr Leben zu retten.

 

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