SPD besucht Firma Bellersheim

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Genossen zu Besuch bei der Firma Bellersheim in Neitersen

SPD besucht Firma Bellersheim in Neitersen

Heijo Höfer, MdL und Mitglieder der Stadt- und Verbandsgemeinderäte aus Flammersfeld und Altenkirchen trafen sich bei der Bellersheim Unternehmensgruppe in Neitersen zum allgemeinen Gedankenaustausch.

Das Familienunternehmen, gegründet 1884, wird heute in der 5. Generation fortgeführt. Was als Handel für Düngemittel, Brenn- und Baustoffe begann, ist heute eine Unternehmensgruppe mit fünf Geschäftsbereichen – Abfallwirtschaft, Energie, Logistik, Schmierstoffe und Tankstellen.

Die Zentralen der Firma sind in Neitersen und Boden (Westerwaldkreis), sowie eine Niederlassung in Haiger mit insgesamt mehr als 350 Angestellten.

Die Sortieranlage in Boden wurde 1993 in Betrieb genommen. Hier kümmert man sich um alles, was mit Abfall zu tun hat. „Die Abfallwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sehr verändert“, sagte Ulf Bellersheim. „Recycling ist heute eine Selbstverständlichkeit“. In Boden werden aber nicht nur die Wertstoffe sortiert, sondern auch gefährliche Abfälle entsorgt, Altmetall gesammelt und Bioabfall technisch anspruchsvoll vergoren. Hier werden auch professionell und sicher Daten vernichtet. „Gerade in der heutigen Zeit des Datenmissbrauchs ist das sehr wichtig“, meinte Höfer. Die Abfallwirtschaft braucht, um die vielfältigen Aufgaben zu erledigen, hoch qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wie Diplom-Chemiker, Entsorgungsfachkräfte und speziell geschulte Kraftfahrer.

Auf Nachfrage von Heijo Höfer erklärte Thomas Bellersheim, dass der Fachkräftemangel in allen Unternehmensbereichen zu spüren sei. Insbesondere im Bereich der Berufskraftfahrer habe sich die Situation, auch auf Grund der steigenden Anforderungen, massiv verschärft. Bedingt durch die Verkehrssituation auf den Autobahnen stehen sie unter Stress und großer mentaler Belastung. Die LKWs im überregionalen- und Fernverkehr erreichen durchschnittlich 120 bis 180 000 km im Jahr. Der Fuhrpark umfasst rund 90 LKW und ist hinsichtlich Sicherheits- und Umweltstandards und Fahrerkomfort auf dem neuesten Stand. „Aber es ist schwer, geeignete Fahrer zu finden“, bedauerte Thomas Bellersheim.

Dabei bildet das Unternehmen selbst aus – zurzeit 17 Auszubildende, darunter auch duale Studentinnen und Studenten der Betriebswirtschaftslehre. Simone Bellersheim berichtete, dass Sie sich persönlich um die Auszubildenden kümmere. Sie stellte dabei fest, dass es den jungen Leuten oft an sozialen Kompetenzen und an Allgemeinbildung mangelt. Auch ist es so, dass nach der Ausbildung und etwa 2 bis 3 Jahre im Betrieb, sie oft in die Ballungszentren abwanderten. Sie wünschte sich, dass politisch Anreize geschaffen würden, die jungen Leute in der Region zu halten.

Hervorzuheben ist das gemeinnützige Engagement der „Bellersheims“. So unterstützen sie in der Verbandsgemeinde Altenkirchen unter anderem das Tennisturnier „AK Ladies Open“ und das Haus Felsenkeller. Seit über 3 Jahren arbeitet die Familie mit der Rainer Meutsch Stiftung „Fly & Help“ zusammen, die Schulen in Afrika baut.

Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der Vielfältigkeit der Unternehmensgruppe. „Es ist schon erstaunlich, was sich hinter der sauber aufgereihten roten und weißen Fahrzeugflotte verbirgt“.

 
 

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