SPD Horhausen

10.10.2022 in Aktuell

Schwerpunktthemen in Klausur: Regionale Energieerzeugung, Flächennutzungsplan, Radwege

 

Schwerpunktthemen in Klausur: Regionale Energieerzeugung, Flächennutzungsplan, Radwege
 

SPD Fraktion im Verbandsgemeinderat befürwortet heimische Energieerzeugung
 

In der diesjährigen Klausurtagung der Verbandsgemeinde-SPD Fraktion lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie in unserer Verbandsgemeinde mehr regionale Energie erzeugt werden kann und welche Vorrausetzungen dafür geschaffen werden müssen.

Unter dem Eindruck der aktuellen Energiekrise erläuterte der Fraktionssprecher Frank Bettgenhäuser anhand regionaler Zahlen, das derzeit nur 18 % der gesamten Energie, die in unserer VG verbraucht wird, auch in der VG Altenkirchen-Flammersfeld erzeugt wird; vorwiegend durch Biogas und Photovoltaik. Das bedeutet, dass Gewerbe und Einwohner in unserer VG über 80 % der Energie aus anderen Regionen zukaufen müssen und das Geld dafür dann auch dorthin abfließt.

Wie man diese kritische Abhängigkeit verringern kann, dazu hatte die SPD Fraktion Fachleute eingeladen. Einerseits waren die Experten der Verbandsgemeinde, Herr Joachim Schuh (VG-Werke) und die Klimaschutzmanagerin Julia Stahl dabei sowie auch Herrn Johannes Rudolph vom regionalen Energieversorger EAM.

Die Kommunalpolitiker stellten nicht ohne deutliche Selbstkritik fest, dass man in der Vergangenheit das Thema einfach zu wenig beachtet hat und auch im Einzelfall die eine oder andere Möglichkeit zur Energieerzeugung z.B. durch Windkraft kommunalpolitisch nicht gewollt war.

Gemeinsam mit den Experten ging es in der Diskussion vorwiegend um die Möglichkeiten welche Energieformen uns zur Verfügung stehen und wie die Menschen und Firmen in unserer Region dabei mit eingebunden werden können.

Die SPD Fraktion sieht noch erhebliches Potential für Photovoltaikanlagen auf bereits versiegelten Flächen in unserer Region. Neben den zahlreichen öffentlichen Gebäuden, welche noch nicht mit solchen Anlagen ausgestattet sind, kam auch der Vorschlag bereits versiegelte Flächen wie Parkplätze usw. mit Photovoltaik zu überdachen. Beim Thema „Photovoltaik auf Grünflächen“ kommt es zu Diskussionen. Zu viele Fragen rund um die Landwirtschaft und Auswirkungen auf das Landschaftsbild kommen dabei auf. Grundsätzlich sollte man alle Optionen prüfen wobei nach Meinung der Fraktion das zusätzliche versiegeln von Flächen immer die schlechteste Lösung ist.

Im in Kürze neu aufzustellenden Flächennutzungsplan wird sich die Fraktion auch dafür einsetzen, dass möglichst geeignete Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen werden, um einen Wildwuchs in unserer Region planungsrechtlich verhindern zu können.
 

Flächennutzungplan
 

Der neue aufzustellende Flächennutzungsplan bietet noch weitere Herausforderungen, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Die SPD Fraktion sprach sich eindeutig dafür aus, künftig das Thema Innenentwicklung unserer Dörfer stärker voran zu treiben. In der Vergangenheit wurde nach dem Eindruck einiger Ratsmitglieder den „Neubaugebieten“ eine zu hohe Bedeutung beigemessen. Dadurch haben einige Dörfer ihren Innenbereich vernachlässigt. Sollten dennoch Neubaugebiete erforderlich sein, so machen diese nach den bisherigen Erfahrungen der Fraktionsmitglieder nur da Sinn, wo auch die Ortsgemeinde überwiegend Eigentümer der Flächen ist. Zu oft hat man erfahren, dass ansonsten die Bauplätze einfach brach liegen und nutzlos „für die Enkel“ aufbewahrt werden.
 

Radwege
 

Als drittes großes Thema beschäftigte die Fraktionsmitglieder, dass in unserer Region noch sehr mangelhafte Radwegenetz. Insbesondere für den Alltagsverkehr mit dem Rad haben wir kaum etwas zu bieten. Es wurden 5 „Baustellen“ identifiziert, wo neue Radwege verstärkt angegangen werden müssen: Almersbach-Altenkirchen; Birnbach entlang der B8; Peterslahr nach dem Tunnel; Flammersfeld-Weyerbusch; Altenkirchen-Hachenburg.

Damit stehen für die SPD Fraktion im Verbandsgemeinderat nach der Klausurtagung die 3 Schwerpunkte für die kommunalpolitischen Arbeit der nahen Zukunft fest: 1. Energie aus der eigenen Region; 2. Verantwortungsvoller Umgang mit unseren Flächen im neuen Flächennutzungsplan; 3. Ausbau des Alltags-Radwegenetzes

 

28.09.2022 in Aktuell

Breitbandausbau für Horhausen greifbar

 

Horhausen hat die Chance auf den kostenlosen Ausbau der Glasfaser-Technologie

Die Gemeinde Horhausen hat aktuell die Chance auf einen (nahezu) flächendeckenden, zeitnahen und kostenlosen Aufbau eines Glasfasernetzes über eigenwirtschaftlichen Ausbau der Deutschen Glasfaser. Das Unternehmen aus Borken, NRW stellte sich und das weitere Vorgehen kürzlich in einer sehr gut besuchten (Verkaufs-)Veranstaltung in der Raiffeisenhalle in Güllesheim vor. Mehrere Ortsgemeinden im Horhauser Kirchspiel könnten vom Angebot des auf den ländlichen Ausbau spezialisierten Unternehmens profitieren. In einem fixen Zeitrahmen bis Anfang Dezember 2022 (03.12.22) müssen sich dazu allerdings mind. 33 % der gesamten Haushalte aus Horhausen, Huf und Luchert vertraglich für vierundzwanzig Monate an die Deutsche Glasfaser binden („Nachfragebündelung“). Wird diese Quote erreicht, soll der Ausbau in den nächsten 1-1,5 Jahren erfolgen. Dann werden alle drei Ortsteile ausgebaut; ausgenommen sind zwei am Rande der Gemeinde entfernter gelegene Einzelobjekte sowie zunächst das Gewerbe-/Industriegebiet. Letzteres wird vom Unternehmen Deutsche Glasfaser gesondert betrachtet und es werden ggf. Einzelgespräche mit den Unternehmen geführt. Bei entsprechender Resonanz der Betriebe könnte evtl. auch hier ein Ausbau erfolgen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens sind derzeit eifrig dabei in der Gemeinde Kunden zu gewinnen. Werden die 33 % bis Anfang Dezember nicht erreicht, erfolgt insgesamt kein Ausbau über dieses Unternehmen.

Die Deutsche Glasfaser ist einer der TK-Anbieter in diesem Bereich. Der Gemeinde liegt auch ein Angebot eines anderen Anbieters, der GlasfaserPlus vor, die ebenfalls konkret Interesse am eigenwirtschaftlichen Ausbau der Gemeinde (sprich auf Kosten des Unternehmens) hat. Allerdings sind hier die Ortsteile Huf und Luchert gänzlich sowie einige andere Straßenzüge in Horhausen (z.B. Edeka-Markt) in der Ausbauplanung ausgenommen; faktisch ein deutlicher Nachteil für die dortigen Bürgerinnen und Bürger und die Gemeinde, die hier dann ggf. auch später mit Zusatzkosten ausbauen müsste. Dieses Unternehmen sieht ebenfalls eine Vertragsbindung der Kunden vor, aber anbieterfrei auf dem Glasfaser-Gesamtmarkt - und würde sich letztlich ausschließlich aus den Netz-Durchleitungskosten anderer Marktanbieter finanzieren. Hier entfallen auch die 33 % Mindestinteresse an Teilnehmern; inhaltlich ein anderes Geschäftsmodell. Zurzeit bewirbt dieses Unternehmen den Horhauser Raum noch nicht sehr aktiv; ein Ausbau würde hier frühestens 2024 ins Auge gefasst.

Darüber hinaus besteht immer auch noch die Chance auf einen öffentlich geförderten Ausbau (Graue Flecken Programm), bei dem der Bund mit 50 % der Kosten und das Land RLP mit 40 % der Kosten fördern würde. Letztlich blieben dabei aber 10 % der Ausbaukosten bei der Gemeinde, was für die gesamte Gemeinde Horhausen nach groben Schätzung mindestens rd. eine halbe Million Euro bedeuten würde. Dies Kosten wären letztlich von den Einwohnern zu tragen, z.B. über eine (temporär) erhöhte Grundsteuer, die alle Grundstückseigentümer treffen würde. Wann über dieses Programm ausgebaut werden könnte ist dabei ebenfalls unklar, voraussichtlich zeitlich deutlich später (Zielvorgabe ist bis Ende 2027). Die Anmeldung zum Ausbau über das öffentliche Graue Flecken Programm muss spätestens Anfang 2023 erfolgen.

Die Deutsche Glasfaser war nun schlicht und einfach der erste und schnellste Anbieter und hat damit sicherlich zunächst auch die besten Chancen. In Kooperationsverträgen mit der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat man sich mit den beiden Anbietern auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt; diese Möglichkeit steht aber auch nach wie vor auch noch anderen Mitbewerbern offen.

Alle Hauseigentümer die sich bis Anfang Dezember 2022 vertraglich an die Deutsche Glasfaser binden, erhalten den Glasfaseranschluss kostenfrei bis ins Haus und für geringe Mehrkosten auch im Haus bis an den Router verlegt. Die angebotenen Preise für den mindestens zweijährigen anschließenden Versorgungsvertrag sind moderat und marktüblich. In der kostengünstigsten Tarifvariante (Internet- und Festnetz-Flat, Bandbreite 300 Mbit/s) entstehen über die Laufzeit von 2 Jahren rd. 900 € an Gesamtkosten für einen Glasfaser-Internetzugang – oder mtl. ca. 37-38 € über die Laufzeit. Das Angebot ist für die zwei Jahre fix wenn es heute so unterzeichnet wird; nach der Grundlaufzeit von 24 Monaten wäre ggf. auch ein Wechsel auf andere Anbieter von Glasfasertarifen möglich.

Unterm Strich also eine gute Chance für die Gemeinde, zeitnah und kostenfrei einen nahezu flächendeckenden Ausbau mit der zukunftssicheren Infrastrukturtechnik zu erhalten. Bei Erreichen der 33-%-Quote bis zum 03.12.2022 würden alle Straßen mit der Glasfaser durchzogen. Die bereits vertraglich gebundenen Kunden erhalten den Anschluss sofort ohne Zusatzkosten. Mit Funktionsbereitschaft des Netzanschlusses beginnt der Zwei-Jahres-Vertrag; ohne doppelte Kosten – denn die Kündigung des bisherigen Anbieters übernimmt die Deutsche Glasfaser und verzichtet in der ggf. parallel verlaufenden Übergangszeit auf Ihre Gebühren – so jedenfalls die Darstellung des Unternehmens in Güllesheim.

Alle anderen Hausbesitzer, die sich nicht direkt für die Deutsche Glasfaser entscheiden, können auch später an das Netz angeschlossen werden, müssen den Hausanschluss dann allerdings selbst finanzieren. Hier ist voraussichtlich mit Kosten in vierstelliger Höhe je Anschluss zu rechnen. Mit dem Aufbau des Glasfasernetzes wird das bisher vorhandene Netz auf Kuper-Basis nicht abgerissen oder entfernt; so besteht auch weiterhin wie bisher die Möglichkeit die Weiternutzung der bisherigen Technologie mit den darin technisch begrenzten Kapazitäten.

Die SPD-Fraktion im Gemeinderat sieht im Angebot der Deutschen Glasfaser eine gute Chance unsere Gemeinde und Region zeitnah an die zukunftsweisende Technologie - vor allem kostenlos - anzuschließen. Glasfasertechnologie gilt als sicher und stabil und ermöglicht Datenübertragung in Gigabit-Geschwindigkeit in nahezu unbegrenzter Bandbreite. Eine wichtige Sache für jeden einzelnen Haushalt der Breitband nutzt oder nutzen möchte, eine Steigerung des Wertes Ihrer Immobilie – und eine gute Möglichkeit für die Gemeinde Infrastruktur dauerhaft zu sichern.

Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite der Verbandsgemeinde www.vg-ak-ff.de – oder Sie können sich gerne auch direkt an Ihre SPD-Fraktion im Gemeinderat Horhausen wenden.

 

28.09.2022 in Aktuell

Planungswerkstatt Kinderspielplatz in der Ortsgemeinde Horhausen

 
Im ersten Schritt wurde der bestehende Spielplatz ind Augenschein genommen und "vermessen"!

Kinder aus der Gemeinde planen selbst die Neugestaltung Ihres Spielplatzes

Die Ortsgemeinde Horhausen plant die Erneuerung des Spielplatzes in der Ortsmitte nahe des Kaplan-Dasbach-Hauses. Für die erste Ideenfindung waren alle Kinder und Jugendliche aus Horhausen zu einer Planungswerkstatt eingeladen. Die Planungswerkstatt eröffnete die Möglichkeit, alle Kinder in die Planung einzubeziehen. So konnten bereits in der Vorplanung die Wünsche und Vorstellungen berücksichtigt werden.

Am Samstag, 17.9.2022 trafen sich am Treffpunkt Kaplan-Dasbach-Haus 21 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 13 Jahren mit Vertretern der Ortsgemeinde und der Spielplatzplanerin, Helena Häuser vom Planwerk Häuser aus Boppard. Nach einer gemeinsamen Begehung der Fläche mit „Aufmaß“ des Spielplatzes und erster Diskussion ging es zurück in den großen Saal. Dort konnten alle Kinder als Experten in eigener Sache in Kleingruppen auf Grundlage eines Luftbildplans ihre Wünsche und Ideen aufzeichnen, malen und beschreiben.

Die Werkstatt erwies sich als äußerst effektiv, die anwesenden Kinder hatten großartige Vorstellungen für ihren neuen Spielpatz in der Ortsmitte. Die Entwürfe wurden voller Begeisterung zum Teil sehr realistisch, zum Teil auch abstrakt zu Papier gebracht. In einem großen Plenum stellte jede Gruppe im Anschluß ihre Zeichnungen vor und erläuterte die Ideen.

Einige Spiel- und Erlebniselemente wurden durch alle Gruppen genannt und sollten deshalb maßgeblich in die Planung einbezogen werden. Dazu zählen die Wünsche:

  • Klettern („Baumhaus“, „Kletterburg“, Seillandschaften, Kletterhölzer) in Kombination mit dem Thema Rutschen in unterschiedlichsten Formen
  • Seilbahn
  • Trampolin
  • Schaukeln für Groß und Klein (Nestschaukel)

Die anwesenden Eltern regten die Themen „ausreichende Sitzgelegenheiten“ und gegebenenfalls „Schattenspender im Bereich eines Sandkastens“ an.

Herr Ortsbürgermeister Schmidt bedankt sich für die zahlreiche und engagierte Teilnahme aller Anwesender. Ziel ist es, einen Großteil der Wünsche zu realisieren, wenngleich nicht jede einzelne Idee auf dem neuen Spielplatz untergebracht werden kann.

Die Umsetzung des Spielplatzes ist für das kommende Jahr 2023 angestrebt. Zunächst müssen noch Förderanträge zur Bezuschussung durch das Land Rheinland-Pfalz gestellt und bewilligt werden.

 

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