Nachrichten zum Thema Aktuell
11.01.2018 in Aktuell
"Betreutes Wohnen" - ein Modell für Horhausen und Flammersfeld?
„Betreutes Wohnen“ - ein Modell für Horhausen und Flammersfeld?
Abordnung der beiden Gemeinden besichtigte Beispielprojekt in Altenkirchen
Eine Abordnung von Kommunalpolitikern aus Horhausen und Flammersfeld besichtigte Anfang Januar ein Beispielprojekt für wohnortnahe Lösungen der Pflege im ländlichen Raum in der Altenkirchener Wiedstraße. Dort unterhält der DRK Landesverband seit 2014 ein Objekt mit 22 Einheiten zum „Betreuten Wohnen“.
Heimleiter Andreas Artelt vom DRK zeigte die Einrichtung und erläuterte Inhalt und Hintergründe. Das Projekt ist angeschlossen an das Seniorenzentrum, Krankenhaus und die Tagespflege des DRK in Altenkirchen und dort bereits das zweite seiner Art. Ein neues drittes Projekt in unmittelbarer Nachbarschaft ist derzeit in Planung. Auch in Asbach baut der DRK Landesverband derzeit ein vergleichbares Projekt. „Über mangelnde positive Resonanz können wir uns nicht beklagen“ - so Andreas Artelt. 50-60 weitere Interessenten stehen auf der Warteliste. Die Einheiten sind 60 – 80 qm groß und durchweg behindertengerecht eingerichtet. Selbstverständlich ist auch ein Aufzug im Objekt integriert. Der Abstellraum befindet sich in der Wohnung, nicht im Keller, genau wie die Waschmaschinenanschlüsse. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon und eine Notrufeinrichtung. Zusätzlich gibt es einen Gemeinschaftsraum mit Küche und Büro und einem angrenzenden Zimmer, welches bei Bedarf für Übernachtungsgäste gebucht werden kann. Sogar Haustiere sind (nach Absprache) grundsätzlich erlaubt. Artelt beschreibt die Gemeinschaft eher wie eine „große funktionierende Familie“. Es sei keine „Wohngemeinschaft“, in der zwingend gemeinsame Einrichtungen genutzt werden müssen. Jeder hat seine eigene vollständige Wohnung. Der Einzelne kann sich bei Bedarf in gemeinsame Unternehmungen einbringen oder die Angebote des Seniorenzentrums in der Nachbarschaft nutzen, muss es aber nicht. Das gilt auch z.B. für die Verpflegung oder warmes Mittagessen.
Es ist ausschließlich eine Miete und kein Kauf möglich. Die Miete liegt bei etwa 10 €/qm und ist damit etwa doppelt so hoch wie die durchschnittliche Miete in der Stadt Altenkirchen. Hinzu kommt eine Nebenkostenpauschale (für Heizung, Wasser, Flurreinigung etc. mit Ausnahme von Strom und Telefon). Die allgemeine alltägliche Betreuung und der Gemeinschaftsraum werden über eine zusätzliche monatliche Servicepauschale abgerechnet. Rund 3,4 Mio € kostete der Neubau seinerzeit, öffentliche Zuschüsse gibt es wohl zurzeit nicht. Das DRK arbeitet selbstverständlich wirtschaftlich - allerdings satzungsgerecht als eingetragener Verein kostendeckend und nicht gewinnmaximiert. Ein großer Vorteil der Einrichtung in Altenkirchen ist natürlich der direkte Anschluss an das Seniorenzentrum, die Tagespflegeeinrichtung, das Krankenhaus und das dortige Ärztehaus. „Wichtig ist unseren Bewohner die tägliche Betreuung – irgendwas ist immer!“ - so Artelt. Zukünftig sieht er auch einen Bedarf in sozialhilfegerechten Wohneinheiten, die aufgrund der gesetzlichen Vorgaben dann nicht größer als 42qm sein dürften.
Christoph Orthen, Beigeordneter in Horhausen und stellv. Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat war begeistert von der Vorstellung. Gerade in Horhausen und Flammersfeld mit Ihrer Mittelzentrums- und Grundversorgungsfunktionalität sind derartige neue altersgerechte Wohnmodelle gefragt. „Immer wieder werden wir von Mitmenschen angesprochen, die es in unserer Region schätzen würden, wenn wir altersgerechten Wohn- und Pflegemodellen mit individuellen Bedürfnissen gerecht werden könnten“, so Orthen. Die Gemeinde Horhausen hat sich aktuell beworben am Beratungsprojekt des Landes „WohnPunkt RLP – Gut versorgt auf dem Land“ teilzunehmen. Über geeignete eigene Grundstücke, auf denen solche oder ähnliche Projekte umgesetzt werden könnten, verfügt Horhausen schon. Es bleibt zu hoffen, dass sich Vorhaben solcher oder ähnlicher Art in naher Zukunft realisieren lassen.
Weitere Info`s zum Modell Altenkirchen gibt`s unter www.seniorenzentrum-ak.drk.de. Für Fragen, Anregungen oder Tipps stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.
10.12.2017 in Aktuell
Zusammenarbeit der SPD im Rahmen der Fusion Altenkirchen-Flammersfeld
Zusammenarbeit der SPD-Fraktionen nimmt Fahrt auf
Die SPD-Fraktionen der Verbandsgemeinderäte Altenkirchen und Flammersfeld trafen sich in Güllesheim zu einer weiteren gemeinsamen Fraktionssitzung, an der auch der Flammersfelder Bürgermeister Otmar Fuchs, Büroleiter Eugen Schmidt und Bauamtsleiter Martin Fischbach teilnahmen.
Bernd Lindlein, Sprecher der Altenkirchener SPD-Fraktion, wies darauf hin, dass ein besseres Kennenlernen auf mehreren Ebenen wichtig sei: „Es geht nicht nur darum, dass die Fraktionsmitglieder engeren Kontakt knüpfen. Wir wollen auch die neuen Einrichtungen, die für uns alle hinzukommen, kennenlernen, um zu sehen, was hier und da anders oder sogar besser ist und was in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden sollte.“ Der Fokus der Arbeit der Fraktionen liegt zunächst auf den Kindertages-, den Schul- und Sportstätten. Daher waren diese auch der erste Anlaufpunkt für die gemeinsame Begehung.
Die Fraktionen besuchten zunächst die Fläche, auf der der neue Kindergarten gebaut werden soll und informierten sich über den Planungsstand.
Weiter ging es zu der Glück-Auf-Grundschule in Horhausen. Die im Jahr 2000 erbaute Schwerpunktschule braucht eine Erweiterung der Mensa, wie der Flammersfelder Fraktionssprecher Matthias Runkel erläuterte: „Die Kinder essen in zwei Gruppen, nacheinander, was nicht immer einfach zu organisieren ist.“ Der Umbau ist bereits geplant mit einer Erweiterung des Raumprogramms und der Verlegung des Spielplatzes.
Auch der Sportplatz des SSV Güllesheim 1926 e.V., eine zentrale Sportanlage der VG Flammersfeld, wurde besichtigt. Es handelt sich um einen Kunstrasenplatz nebst 100 m Laufbahn und weiteren Leichtathletikeinrichtungen, der 2012 angelegt wurde und rege genutzt wird. Auch ein Kleinspielfeld ist vorhanden. Die Sportanlagen werden nicht nur vom SSV Güllesheim, sondern auch von den Horhausener Schulen genutzt. Das angrenzende Sportlerheim wurde aus dem Altbestand übernommen, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen „sind in die Jahre gekommen“.
Der vierte Anlaufpunkt der SPD-Fraktionen war die Raiffeisenhalle, die gleichzeitig als dreigeteilte Sporthalle, aber auch als Bürgerhaus dient. „Sie ist stets gut ausgelastet,“ sagte Matthias Runkel. Damit auch nachvollziehbar ist, wer im Rahmen des prall gefüllten Belegungsplanes die Halle wann nutzt, gibt es ein spezielles Chip-System für die Eingangstüren.
Insgesamt waren die Altenkirchener von den schlüssigen Planungen, den kurzen Wegen zwischen den Einrichtungen und ihren sehr guten Ausstattungen angetan.
Bernd Lindlein und Matthias Runkel zeigten sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der gemeinsamen Fraktionssitzung. „Es ist wichtig, dass wir gegenseitig auf dem aktuellen Stand sind, was wichtige Einrichtungen angeht,“ sagte Runkel. Lindlein ergänzte: „Nur so kann nach der Fusion sinnvoll gearbeitet werden – wir müssen jetzt bereits die Pflöcke für die Zukunft einschlagen und alles dafür tun, die Fusion zeitnah umzusetzen.“ Die Fraktionen waren sich einig, dass weitere Besichtigungen und Treffen regelmäßig stattfinden werden.
26.11.2017 in Aktuell
Horhausen diskutiert über Verkehrsproblematiken
Bürgerinnen und Bürger von Horhausen diskutieren über Verkehrsproblematiken
Horhausen. Zu einer öffentlichen Veranstaltung hatte die Ortsgemeinde Horhausen jüngst eingeladen – auf Anregung der SPD-Fraktion im Rat und mit finanzieller Unterstützung aus dem Förderprogramm „Ländliche Zentren“ des Landes (städtebauliche Förderung nach dem Baugesetzbuch) hat die Gemeinde die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für den gesamten Ort in Auftrag gegeben. Die Moderation des Abends übernahm das ausführende Fachbüro BSV aus Aachen (Büro für Stadt- und Verkehrsplanung). Zweck der Untersuchung ist die Verbesserung der Verkehrsführung, die Beseitigung von Schwach- und Problemstellen sowie die barrierefreie Gestaltung der Ortstraßen. Gut 50 Interessierte aus allen drei Ortsteilen hatten sich um Kaplan-Dasbach-Haus zur Diskussion und aktiven Teilnahme eingefunden. Schnell wurde klar: die alltäglichen Verkehrsprobleme in Horhausen sind seit geraumer Zeit immer wieder ein Diskussionsthema in der Bevölkerung.
Auch für den politischen Rat ist das Thema von Wichtigkeit. Entgegen dem allgemeinen demografischen Trend ist Horhausen eine weiterhin aufstrebende und sich entwickelnde Gemeinde mit potentiell zunehmender Bevölkerung. Die Kenntnis über Schwachstellen und Bewegungsprofile des Verkehrs sind daher wichtige Erkenntnisse für kommunalpolitische Entscheidungen in jeglicher Hinsicht.
Eine interessante und wichtige Information der Planer war, dass sie bereits jetzt nach erster Voruntersuchung insgesamt mehr als ausreichende Parkmöglichkeiten innerorts als gegeben ansehen. Weitere öffentliche Parkplätze sind nicht erforderlich. Schnell wurde ebenso deutlich, dass leider die alltäglichen Regelverstöße im ruhenden Verkehr, zum Beispiel beim Parken, nicht kontrolliert und sanktioniert werden. So kann sich die Situation nicht verbessern. An anderen Schwerpunkten hatte das Büro auch gleich Vorschläge aus dem Erfahrungsfundus parat. Ziel der öffentlichen Veranstaltung war es aber insbesondere auch die Bevölkerung aktiv mit einzubinden. So wurden denn die Anwesenden in mehrere Gruppen eingeteilt und konnten sich anhand von bereitstehenden Ortsplänen reihum in die Situationen einarbeiten und aktiv mit Ihren Erfahrungen, Beobachtungen und Vorschlägen einbringen. Diese wurde notiert und/oder in die Pläne eingezeichnet und vom Büro für die weitere Arbeit mitgenommen.
In wenigen Wochen erwartet der Gemeinderat die konzeptionelle Aufarbeitung und Stellungnahme des Fachbüros BSV. Sicherlich werden hier auch Vorschläge und Lösungsansätze unterbreitet, die es dann im Rat zu diskutieren und entscheiden gilt. Von Seiten der teilnehmenden Bürger jedenfalls kam zum Ende der Veranstaltung ein sehr positives Resümee: „Ich bin sehr froh, dass sie im Rat sich der Thematik annehmen, und nicht nur Thekengespräche darüber geführt werden“ – so eine begeisterte Teilnehmerin.
Fraktionsvorsitzender und Beigeordneter Christoph Orthen sieht darin und in der positiven Teilnahme der Bevölkerung an der Veranstaltung eine gute Bestätigung im stetigen Bemühen um die Erstellung eines Verkehrskonzeptes. Mehrfach hatte der Rat darüber diskutiert und schließlich vor wenigen Wochen die Erstellung eines Konzeptes mehrheitlich befürwortet.
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